107 Quali-TeilnehmerInnen kämpfen um den Einzug in das Hauptfeld

Tim Sandkaulen will seinen ersten Punkt auf der Weltrangliste in Ismaning holen
Tim Sandkaulen will seinen ersten Punkt auf der Weltrangliste in Ismaning holen

Supervisor Sabine Schulz ist weitgereist und darf mit gebührendem Respekt als alter Hase im Profizirkus bezeichnet werden (oder muss man Gender gerecht von einer alten Häsin sprechen?). Doch auch mit so einer großer Erfahrung kann man mal daneben liegen. Dass bei den Ismaning Open by Medicus die Herren und Damen mit 61 und 46 TeilnehmerInnen  die Felder zur Qualifikation fast voll machten, hatte sie nicht auf der Rechnung. Genauso wenig wie Turnierdirektor Heiko Hampl, der sich über die starke Nachfrage freut und sagt: „Das einzige Problem war, dass ich zu wenig 5 Euro Scheine zum Wechseln für die Entry Fee hatte. Ich bin Sabine samt Schiedsrichter Team, den Sponsoren und Partnern sowie dem Verein TC Ismaning mit seinen Helfern sehr dankbar, die für einen reibungslosen Ablauf und eine Menge guter Stimmung sorgen. Sobald der Kaffee morgens aufgebrüht ist und Bärbel Haynaly mit den frischen Butterbrezeln anrückt, sind alle im Turniermodus“.

Die Qualifikation nutzen einige Spieler, um mal „reinzuschnuppern“, andere als ersten Schritt auf den Weg zum Profi und für viele ist es auch eine eher lästige Aufgabe, wenn sie das Hauptfeld aufgrund ihrer Ranglistenplatzierung knapp verpasst haben.

Dr. Peter Aurnhammer, der sportliche Leiter der Ismaning Open by Medicus, weilte bis Sonntag noch im Urlaub mit seiner Familie in der Türkei und ließ sich auf dem Laufenden halten. Die Geschwindigkeit seiner Antworten lässt darauf schließen, dass er über eine Standleitung am Strand verfügt.

Tim Sandkaulen ist einer der vielversprechenden deutschen Nachwuchsspieler, der am Übergang steht und sich den ersten Punkt für die Weltrangliste erspielen will, am besten gleich in Ismaning. Tim ist 17 Jahr jung und kommt aus Mönchengladbach. Ismaning ist sein fünftes ITF Future dieses Jahr. Als Junior hat er es immerhin bis zur Nummer 35 auf der Jugendweltrangliste gebracht und im Doppel erreichte er das Halbfinale der French Open. „Für mich sind die ersten Futures eine Orientierung, um zu sehen wie es läuft, ob ich das Potential habe für die Profitour. Deshalb finde ich die Future Tour auch sehr wichtig. Ob ich danach zunächst auf ein College in die USA gehe oder einen anderen Weg einschlage, kann ich jetzt auch noch nicht genau sagen“.

Begleitet wird Tim von Peter Pfannkoch, dem Bundestrainer, der für den DTB aktuell am Bundesstützpunkt Nord in Hannover arbeitet. Auch Pfannkoch sieht in den Futures einen ersten wichtigen Gradmesser für seine Schützlinge und sagt: „Mit Ismaning endet eine Serie von fünf deutschen Turnieren. Für Spieler wie Tim sind es wichtige erste Erfahrungen auf diesem Level. Die Jungs sind ungeduldig und wollen natürlich schnell ihren ersten Punkt für die Weltrangliste sammeln. Tim ist aber einer, der etwas Zeit braucht, um sich auf eine neue Stufe in der Entwicklung zu begeben. Ich bin gespannt, wie er sich schlägt und wünsche ihm viel Erfolg. 3 Runden hat er immerhin schon in der Quali gewonnen und steht damit im Hauptfeld“

Die Ismaning Open by Medicus sind Teil der Plan German Masters Series presented by Tretorn.