Ismaning Open by Medicus feiern gelungene Premiere

Das i-Tüpfelchen aus Sicht des Veranstalters wäre der Titel für Johannes Härteis in der Herrenkonkurrenz gewesen. 4 Matchbälle hatte der 19jährige Nürnberger von der TennisBase Oberhaching im Finale gegen den Topgesetzten Aldin Setkic aus Bosnien-Herzegowina. Letztlich drehte sich das Match aber zu seinen Ungunsten, nicht zuletzt, weil viel entscheidende Schläge um Haaresbreite ihr Ziel verfehlten. Höhepunkt war ein spektakulärer Ballwechsel beim Stand von 3:1 für Härteis im Tie-Break des zweiten Satzes, den er mit einem Becker-Hecht leider erfolglos abschloss. So triumphierte Setkic mit 6:7, 7:6 und 6:3, was ihm 18 Punkte für das Ranking der ATP einbrachte.

Bei den Damen gewann mit Laura Andrei eine Lokalmatadorin, tritt sie doch bei den Medenspielen für den TC Aschheim in der Verbandsliga an. So wenig wie ihr auf diesem Niveau die Gegnerinnen Probleme bereite mit ihren 16 Jahren aktuell die Nummer 2 der Weltrangliste der Juniorinnnen einnimmt, kam in die Nähe eines Satzgewinns. Andrei hat ihre Profikarriere eigentlich beendet, weil sie über die Position 280 der WTA Weltrangliste nicht hinauskam. Wer weiß, zu was sie dieser Titel nun anspornt.

Turnierdirektor Heiko Hampl war sichtlich zufrieden mit der ersten Auflage der Ismaning open by Medicus uns sagt „Das Gesamtpaket hat gestimmt. Es waren sehr gute sportliche Leistungen auf der schönen Anlage des TC Ismaning zu sehen und durch die Unterstützung des Bayerischen Tennis Verbands sowie der Hauptsponsoren wie Medicus, Basica und der Kreissparkasse München, waren wir in der Lage ein Turnier für Damen und Herren durchzuführen. Ein großes Dankeschön geht an Dr. Peter Aurnhammer, das Helferteam und an die Schiedsrichter mit Supervisor Sabine Schulz, die eine reibungslosen Ablauf gewährleistet haben.“

Begleitet wurde das Turnier durch eine Projektstudie der FHAM Erding. Prof. Dr. Florian Kainz und Prof. Dr. Tobias Haupt hatten mit ihren Studenten die verschiedenen Aufgabenstellungen eines Turnierveranstalter wissenschaftlich beleuchtet, was für Heiko Hampl, der mit seiner Agentur Sportsbruder die Ismaning Open Ausrichter war, viele neue Ansätze brachte.

Einer neuen Auflage steht nichts im Wege, was auch Bundestrainerin Barbara Rittner gefallen wird, da 10.000§ Turniere bei den Damen eher die Ausnahme sind. Rittner war zwei Tage zu Gast, um Lena Rüffer aus dem Porsche Talent Team zu begleiten und auch ein Auge auf vielversprechende Nachwuchskräfte zu haben wie Irina Cantos-Siemers.

Bei den Herren stimmte die Bilanz für den BTV nicht nur durch das Finale von Härteis. Kevin Krawietz stand im Halbfinale Einzel und Finale Doppel mit Tim Sandkaulen. Dort unterlagen sie Alexander Erler und Constantin Frantzen, die wie Krawietz ebenfalls an der TennisBase Oberhaching trainieren.


Die Ismaning Open by Medicus sind Teil der Plan German Masters Series presented by Tretorn

 

PS: Das Turnier hatte über 1000 Besucher während die Turnierwoche.

Constantin Frantzen und Alexander Erler gewinnen ihren ersten Titel

v.l.: Heiko Hampl, Karl-Heinz Wieder von Medicus, Tim Sandkaulen, Kevin Krawietz, Constantin Frantzen, Alexander Erler, Helmut Schmidbauer und Peter Aurnhammer.
v.l.: Heiko Hampl, Karl-Heinz Wieder von Medicus, Tim Sandkaulen, Kevin Krawietz, Constantin Frantzen, Alexander Erler, Helmut Schmidbauer und Peter Aurnhammer.

Das Doppel führt teilweise ein Schattendasein auf der Tour und wird von einigen Spielern nicht sehr ernst genommen. Constantin Frantzen und Alexander Erler haben ein anderes Bild abgegeben bei ihrem Sieg über Tim Sandkaulen und Kevin Krawietz. Klasse Ballwechsel gepaart mit jeder Menge Emotionen bereiteten Spielern und Zuschauern sicht- und hörbar große Freude. Das Match wog hin und her und im Champions Tie-Break schienen Krawietz/Sandkaulen die Nase vorn zu haben, doch das Duo von der TennisBase Oberhaching gab nicht auf und setzte den entscheiden Punkt.

Bei den Damen behielten Anna Zaja und Lena Rüffer die Oberhand bei ihrem 5:7, 7:6 und 10:3 über Michaela Boev/Hristina Dishkova. Auch dieses Ergebnis dokumentiert, dass niemand daran dachte, eventuell der Niederlage freien Lauf zu lassen.

Spannung pur versprechen heute die Halbfinale bei den Einzelkonkurrenzen der Damen und Herren. Besonders erfreulich ist, dass mit Anna Zaja, Johannes Härteis und Kewin Krawietz drei deutsche SpielerInnen um den Einzug in das Endspiel antreten. Die vierte deutsche Spielerin ist vom gastgebenden TC Ismaning. Sarah-Rebecca Sekulic trifft auf Laura-Iona Andrei und damit ist dieses Match ein echtes Derby, denn Andrei geht für den TS Aschheim auf Punktejagd.

Für Härteis wird es darauf ankommen seine Aufschlagspiele zu halten, denn der Russe Daniil Medwedew serviert an guten Tagen praktisch durch und macht zwischen ersten und zweiten Service keinen Unterschied in der Geschwindigkeit.

Kevin Krawietz bekommt es mit dem topgesetzten Aldin Setkic zu tun, der bestens gelaunt am Freitag Abend das Gelände des TCI verließ, da er aufgrund der Absage von Tobias Kamke beim Challenger in Eckental, dessen Platz im Hauptfeld einnehmen kann. Selbst, wenn er das Turnier in Ismaning gewinnen sollte, reicht es gerade die Kosten zu decken für die Turnierwoche. In Eckental wird er Hospitality genießen und hat damit die Unterkunft frei.

Krawietz würde bei einem Erfolg wieder unter die ersten 400 der Welt kommen. Ein Niveau, dass er schon erreicht hatte und  auch Durchgangsstation bleiben soll.

Weitere Informationen wie Spielansetzungen und Ergebnisse unter www.ismaning-open.com.
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Die topgesetzten Spieler lassen nicht locker

Bild: (von links) Natalie Pröse, Matthias Welzel und Sarah-Rebecca Sekulic


Es sind 9 Deutsche SpielerInnen in das Viertelfinale eingezogen, doch sie werden es schwer haben, denn die Topgesetzten Spieler Aldin Setkic (BIH), Daniil Medvedev RUS), Marketa Vondrousova (CZE) und Adriana Lekaj (CRO) zeigen sich in ausgezeichneter Verfassung. Da es aber rein deutsche Duelle gibt mit Jil-Nora Engelmann gegen Anna Zaja und Kevin Krawaietz gegen Oscar Otte werden im Halbfinale auf jeden Fall zwei schwarz-rot-goldene Fahnen wehen.
Ribana Roth hat als Qualifikantin überrascht und wird nun gegen Lekaj versuchen ihren Lauf fortzusetzen. Sarah-Rebecca Sekulic möchte ihr Heimspiel noch etwas verlängern und bekommt es mit Petra Rohanova (CZE) zu tun. Laura-Iona Andrei hat praktisch auch ein Heimspiel, denn sie tritt für den TC Aschheim bei den Medenspielen an und kann sich an Vondrousova versuchen.

Ein Leckerbissen könnte das Match zwischen Marc Sieber und Setkic werden. Beide verfügen über ein präzises,  druckvolles Spiel und sind Kämpfernaturen. Kämpfen wird auch Yannick Maden müssen, wenn er Medvedev aus dem Weg räumen will, Der Russe spielt bretthart und etwas unorthodox. Das musste vor wenigen Wochen auch Peter Gojowczyk erfahren, der Medvedev auf seinem Siegeszug beim Challenger in Shanghai nicht aufhalten konnte. 6 Matches in Serie gewann er dort und musste erst verletzt im Halbfinale aufgeben.

In Puncto Aufschlaggeschwindigkeit gibt es noch zwei Spezialisten, die das Spiel des Tages bilden. Johannes Härteis und der Niederländer Niels Lootsma werden um 18 Uhr die gelbe Filzkugel sicher regelmäßig auf über 200 km/h beschleunigen.

Die Doppel Finale werden heute ausgetragen. Bei den Herren treten Alexander Erler (AUT)/Constantin Frantzen (GER) gegen Kevin Krawietz (GER)/Tim Sandkaulen(GER) an. Bei den Damen kommt es zu folgender Paarung: Lena Rueffer(GER) /Anna Zaja(GER) versus Michaela Boev (BEL)/Hristina Dishkova (GER).

Weitere Informationen wie Spielansetzungen und Ergebnisse unter www.ismaning-open.com.
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